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                        Was sind Giardien?

Die Giardien gehören unter den Einzellern zu der Gattung der Flagellaten (Geißeltierchen) und bilden dort eine eigene Gattung. Flagellaten zeichnen sich dadurch aus, dass sie einen oder mehrere Kerne sowie Geißeln als Bewegungsorganellen besitzen. Man unterscheidet vegetative Stadien (Trophozoiten) von Dauerformen (Zysten). Giardien sind mikroskopisch kleine Durchfallerreger von birnenförmiger Gestalt.

Giardien besitzen 2 Kerne, 8 Geißeln sowie eine sog. Haftscheibe. Auf der Bauchseite der Trophozoiten befindet sich eine Haftscheibe mit dem sie sich an der Dünndarm- und/oder Dickdarmschleimhaut festhalten können. Sie dringen also nicht in das Gewebe ein, sondern vermehren sich millionenfach auf der Oberfläche der Darmschleimhaut und können diese dadurch auch zerstören. Um andere Lebewesen befallen zu können, umgeben sich jeweils zwei Trophozoiten mit einer schützenden Hülle, zweiteilen sich in vier Kerne und lassen sich als Zyste mit dem Kot nach außen transportieren.

 

                           Entwicklung

 

Man unterscheidet generell zwei Lebensformen. Die erste Lebensform sind die sogenannten Trophozoiten. Sie sind die im Darm von z.B. Katzen lebenden Formen. Aus ihnen entsteht bzw. sie bilden dann die zweite Lebensform - ansteckende Zysten - die mit dem Kot ausgeschieden werden. Werden die Zysten von einer Katze oder einem Mensch oral aufgenommen entstehen im Körper wieder Trophozoiten, welche dann wieder die zweite Lebensform bilden. Ein ständiger Kreislauf ....Trophozoiten im Darm müssen nicht unbedingt eine Krankheit auslösen. In diesem Fall spricht man von einem "symptomlosen Träger" der Giardien, welcher Zysten ausscheidet, jedoch selbst keine Erkrankungserscheinungen zeigt.

 

Der Nachweis von Zysten im Kot gelingt erstmals frühestens 5 Tage (-16 Tage) nach der Infektion.

 

                  Überlebensfähigkeit der Zysten

Diese Zysten sind in der Aussenwelt über einen Zeitraum von ca. 3-4 Wochen infektiös und werden auf fäkal-oralem Weg auf neue Wirte übertragen. In kaltem Wasser überleben die infektiösen Zysten ca. 2 Monate. Sie sind (leider) auch gegenüber jeglichen Desinfektionsmitteln widerstandsfähig. Giardia-Zysten können in der Aussenwelt nur effektiv mit einem Heißdampfstrahler bekämpft werden, da sie erst ab ca. 70 Grad abgetötet werden können.

 

                           Symptome

Im Normalfall wird eine Infektion durch das Immunsystem nach wenigen Wochen spontan eliminiert. Lokal produzierte oder durch Muttermilch aufgenommene IgA Antikörper wirken schützend, indem sie die Fähigkeit der Giardien, sich an die Darmschleimhaut zu heften, blockieren. Weiterhin wirken die IgA Antikörper als Zellgift auf die Trophozoiten. Chronische Infektionen findet man oft in Verbindung mit einer Hypogammaglobulinämie (Gammaglobulinmangel im Blut - feststellbar durch Serumelektrophorese).

Falsche Ernährung der Katzen, wie z.B. kohlenhydratreiches Futter (und hierzu zählen alle Trockenfuttersorten) mit Veränderungen der Darmflora begünstigen die Krankheit, die durch akuten oder chronischen mit wechselweise auftretendem dünnflüssigem bis breiigem - mitunter auch mit Blut-geflecktem - Durchfall einhergeht. Aber auch Erbrechen bis hin zu Fieber kann die Folge einer Erkrankung sein.

 

                             Diagnose

 Der Nachweis von Giardien-Trophozoiten ist sehr schwer. Der Nachweis kann nur in ganz frischem Durchfallkot oder aus einer Spülprobe direkt aus dem Darm erfolgen. Die Trophozoiten sterben an der Luft innerhalb weniger Minuten. Deshalb ist der Nachweis von Trophozoiten mittels des zur Verfügung stehenden Testverfahrens heute nicht mehr anzuraten.

Der Giardien-Zysten-Nachweis gelingt etwas einfacher. Allerdings werden die Zysten nicht regelmäßig ausgeschieden, so dass man für diese Art des Nachweises mindestens den Kot pro Katze von 5-7 Tagen sammeln sollte. Es gibt zwei Testverfahren die Zysten im Kot nachzuweisen: Die Anreicherung durch Flotation mit dem MIFC-Verfahren oder der indirekte Antigennachweis (der jedoch wesentlich teurer ist und ca. 20-25 Euro kostet). In beiden Fällen muss beachtet werden, dass die Zystenausscheidung erst 2-3 Tage nach Diarrhoebeginn erfolgt.

Lange Zeit wurde der Antigennachweis aus Kostengründen nicht durchgeführt, jedoch findet er heute in den deutschen Laboren immer öfter Verwendung, weil er die sicherste Methode darstellt, Zystem im Kot nachzuweisen. Mit dem ELISA-Antigennachweis können selbst geringe Befallsraten ermittelt werden. Der Test basiert auf den Grundlagen eines Antigen-‚Capture‘-ELISA und dient dem Nachweis von Giardia-spezifischem Antigen in Kotproben. Ist der ELISA-Antigen-Test positiv ist der Befall als sicher anzusehen.

Nach der Giardien-Behandlung sollte erneut ein Test erfolgen. Wird der ELISA-Antigentest verwendet sollte ein erneuter Test erst 4 Wochen nach der Behandlung durchgeführt werden, da der Antigentest nicht zwischen toten und lebenden Zysten unterscheiden kann. Laboklin äussert sich hierzu wie folgt:

 

 Im Antigentest werden Giardien selbst nachgewiesen (bzw. ihre Bruchstücke, dazu müssen Giardien selbst aber vorhanden gewesen sein). Da eine Behandlung die Giardien nicht auflöst sondern sie abtötet können Bruchstücke - auch von toten Giardien - noch ausgeschieden werden.

 

                           Therapie

 

Grundsätzlich und für alle Medikamente gilt: Alle Katzen und ggfs. weitere Tiere im Haushalt (z.B. Hunde) müssen mitbehandelt werden. Die Ansteckungsgefahr bei Giardien darf niemals unterschätzt werden! Und man darf auch nicht vergessen: Giardien gehören zu den Zoonosen und können auch beim Menschen schwere Krankheitsverläufe auslösen. Eine Reinfektion von Mensch zu Tier und von Tier zu Mensch ist leicht möglich.

In Deutschland stehen von schulmedizinischer Seite zwei Medikamente zur Behandlung zur Verfügung:

Flagyl®, Clont® Wirkstoff Metronidazol

 

 Leider ist Metronidazol sehr schwierig zu handhaben, weil die Tabletten fürchterlich schmecken (die Katzen speicheln danach sehr stark) und nicht jeder Besitzer in der Lage ist, 2x täglich die Tabletten zu verabreichen.

Metronidazol tötet die Giardien nicht. Es hemmt die Vermehrung.

 

 Panacur (Zulassung in Bezug auf die Giardien nur für Hunde) (Wirkstoff: Febendazol)

Panacur ist das Mittel der Wahl bei Giardien!!

Dosierung:50 mg/kg KGW 1x täglich über 5 Tage - 3 Tage Pause - Wiederholung der Gabe über 5 Tage - ggfs. - wenn die Katze weiter Durchfall hat - nach 3 Tagen nochmalige Gabe über 5 Tage sowie nach 4-6 Monaten
Darreichungsform:Panacur steht in
Tablettenformaber auch als Pet-Pastezur Verfügung

Darreichungsform:Tabletten Dosierung:25-30 mg/kg Körpergewicht 2x täglich über 5-10 Tage

 

Panacur ist geschmacksneutral und deshalb ist die Gabe relativ einfach. 

Ich möchte noch kurz erläutern, warum die Panacur-Gabe über einen längeren Zeitraum zu erfolgen hat: Giardien haben die Möglichkeit, sich in die Galle eines Lebewesens zurückzuziehen. Dort kann man sie mit Medikamenten, die über den Darm wirken, nicht erreichen. Deshalb sollte man nach einer Pause von 3 Tagen die Panacur-Gabe wiederholen.

Auf beide Medikamente haben sich allerdings bereits Resistenzen gebildet und man kann leider nur von einer Wirksamkeit von ca. 70 - 75 % ausgehen. Beide Medikamente greifen nicht nur die Parasiten sondern auch die Darmflora an. Deshalb sollte zeitgleich während der Behandlung sowie mindestens 3-4 Wochen nach der Behandlung die Darmflora mit natürlichen Darmbakterien unterstützt werden. Ein bewährtes Mittel ist z.B. Bactisel-Pulver (auch als Gel erhältlich, dieses ist aber nur für Hunde zugelassen). Weiterhin  kommt es durch die Schädigung der Darmflora durch die Giardien und durch die Medikamente meist zu einer massiven Überbevölkerung gram-negativer Keime (Colis, Proteus, etc.) und meist helfen da dann nur noch Antibiotika im Anschluß an die Behandlung.

Heilerde bindet Bakterien im Darm und transportiert diese nach aussen. Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht

 

Nachfolgend unser Rezept für eine Katze ca. 2.500 Gramm schwer (für einen Tag)

200g Huhn (gekocht und püriert)
1 TL Heilerde
6g Bactisel-Pulver
1 TL SEB (
Slippery Elm Bark - Amerikanische Ulmenrinde)
2 TL Frühkarottenbrei(Hipp)
Wasser

Auch 10 g Hüttenkäse (Fettgehalt hochprozentig) dürfen beigemischt werden, ebenfalls 15g Kartoffelbrei (selbstgemacht).

In jedem Fall - und soweit irgendwie möglich - sollte die Katze KEIN Trockenfutter während der Behandlung bekommen!

 

                              Hygiene

 

Neben der Gabe von Medikamenten und Diätfutter steht auch die Hygiene im Vordergrund. Ohne Hygienemaßnahmen sind die Giardien nur sehr schwer in den Griff zu bekommen. Folgende Reinigungen sind zwingend notwendig:

Tägliche Reinigung der Katzenklos (Komplettwechsel des Streus) - hierfür gibt es im Zoofachhandel auch Tüten zu kaufen. Das macht den täglichen Wechsel etwas leichter. Wenn man Tüten verwendet müssen die Klos trotzdem 1x wöchentlich heiß (über 70 Grad) gereinigt werden.

Tägliche Reinigung der Futter- und Trinknäpfe, evtl. auch Vermeidung von Leitungswasser sondern lieber z.B. Vittel oder Volvic benutzen. Wir haben auch unseren Zimmerbrunnen entfernt, da die Ansteckung auch über Trinkwasser stattfindet und wie oben bereits geschrieben, Giardienzysten in Wasser 2 Monate überlebensfähig sind.

Falls die Katzen in den Betten schlafen, ist eine Reinigung der Bettwäsche alle 3 Tage (Kochwaschgang mit 95 Grad) ebenfalls erforderlich.

Tägliche Reinigung der Schlafplätze (ebenfalls Reinigung über 70 Grad). Ist das nicht möglich, empfehle ich den Kauf eines Dampfreinigers. Der ausströmende Dampf hat ca. 100 Grad. Die ersten 21 Tage haben wir täglich alle Flächen auf denen die Katzen sitzen oder liegen (Teppichböden, Fliesen, Fensterbänke, Kratzbaum-Mulden, Sofas, Stühle) mit dem Dampfreiniger behandelt. Nach 3 Wochen nur noch alle 3 Tage. Vor den Toiletten sollte allerdings täglich sauber gemacht werden.

Ebenfalls haben wir nach den ersten 3 Wochen die Reinigung der Katzenklos "etwas vernachlässigt" und diese nur noch alle 2 Tage vollständig geleert. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Einstreu sauber gehalten wird und der Durchfall sich gebessert hat. Das Wichtigste ist die schnelle Kotentfernung im Klo und Desinfektion des Areals vor dem Klo mit einem Desinfektionsspray bei Teppichboden (wir haben Sagrotan und/oder Sterillium verwendet). Die Katzenstreu je nach Durchfallstärke entleeren -  ist der Kot z.B. etwas geformt und kontaminiert nicht die ganze Einstreu ist es meines Erachtens nicht notwendig täglich zu wechseln. Wichtig bei der Desinfektion vor den Klos ist eine Einwirkungszeit von mind. 5 Min. Wir haben den Tip bekommen bei Fliesenboden anstatt eines Desinfektionsmittel Klorix zu verwenden (und wirklich nur Klorix, nicht Domestos oder andere Reinigungsmittel). Die Katzen aber bitte bei der Reinigung aussperren. Nach der Reinigung gut lüften und trocknen lassen und dann erst den Katzen wieder zugänglich machen.

 

Links und Quellenangaben:

Bücher:
Katzenkrankheiten - Klinik und Therapie (Kraft/Dürr/Hartmann) 5. Auflage
Infektionskrankheiten bei Hund und Katze

Links:

http://www.kleintiermedizin.ch/hund/protoz/protoz4.htm

http://www.kleintiermedizin.ch/katze/toxopl/toxopl3.htm

http://www.infektionsbiologie.ch/parasitologie/seiten/modellparasiten/mp01giar.html

 

 

Parasiten

 

            Innere Parasiten (Endoparasiten)

Ganz unterschiedliche Würmer können eine Katze befallen. Spulwürmer sind lange, helle, spaghettiartige Würmer, die im Verdauungstrakt leben. Sie befallen vor allem junge Katzen. Bandwürmer werden bis zu einem Meter lang. Einzelne Segmente des Wurms, die wie trockene Reiskörner aussehen, finden Sie in der Katzentoilette. Hakenwürmer tragen kleine Häkchen am Kopf, mit denen sie sich an der Darmwand festhalten und Blut saugen. In den Körper gelangen sie, indem sie sich durch die Haut bohren. Toxoplasmose wird durch einen Schmarotzer ausgelöst, der in der Erde lebt. Die Katze nimmt ihn über die Erde oder über Beutetiere auf. Er wächst im Darm der Katze heran und bildet Eier, die von der Katze ausgeschieden werden. Diese Eier sind ansteckend für den Menschen. Gefährdet sind vor allem die ungeborenen Kinder von Schwangeren, sobald diese keine Antikörper im Blut haben. Dann kann es zu pränatalen Schädigungen des Ungeborenen kommen. Katzen erkranken meist nicht. Wenn doch, können schwere Erkrankungen von Leber, Lunge, Augen und Gehirn ausgelöst werden.

 

 Spulwürmer

 Diese häufige Wurminfektion kann bereits durch die Muttermilch auf die Jungkatze übertragen werden. Erwachsene Katzen infizieren sich vor allem über die Eier der Spulwürmer, die sie vom Erdboden oder Fell aufnehmen. Im Katzenmagen schlüpfen die Larven, durchbohren die Darmwand und wandern in die Leber. Von dort werden sie mit dem Blut in die Lunge transportiert, steigen in der Luftröhre nach oben, werden wieder geschluckt und gelangen ein zweites Mal in den Darm. Dort wachsen sie innerhalb von drei Wochen zu 8 bis 10 cm langen Würmern (Astariden) heran. Die geschlechtsreifen Astariden legen wiederum Eier (bis zu 200 000 pro Tag), die, ausgeschieden mit dem Kot, monatelang auf dem Erdboden oder in Ritzen überleben und so erneut von Katzen aufgenommen werden können. Auch Mäuse beherbergen oft Spulwurmlarven als Zwischenwirte und übertragen damit diese Wurminfektion auf Katzen. Die Eier der Würmer werden vom Tierarzt im Kot des Tieres festgestellt. Bei hochgradigem Wurmbefall kann die Katze auch Würmer erbrechen, außerdem wird ihr Fell struppig, sie magert ab, bekommt aber einen dicken Bauch. Nimmt der Mensch Wurmeier auf, dann können auch in seinem Organismus die Larven eine kurze Zeit wandern, jedoch ist die Gefahr geringer als etwa beim Hundespulwurm. In jedem Fall ist es für die Gesundheit Ihrer Katze wichtig, dass Sie die Wurmfreiheit vom Tierarzt kontrollieren lassen und einen Befall mit geeigneten Präparaten behandeln. Die Behandlung ist mit den heute bei Spulwurmbefall verwendeten pastenartigen Präparaten problemlos. Da sie jedoch nicht die Larven, sondern nur die ausgewachsenen Würmer vernichten, muss die Behandlung nach zwei Wochen wiederholt werden. Viele Tierärzte empfehlen, regelmäßig auch bei Wohnungskatzen Kot untersuchen zu lassen.

 

 Bandwürmer

 

Bandwürmer werden hauptsächlich durch Flöhe, aber auch durch Mäuse, Ratten und rohen Fisch übertragen. Wenn Sie feststellen, dass Ihre Katze trotz gutem Appetit abmagert und Durchfall hat, sollten Sie den Kot vom Tierarzt untersuchen lassen. Manchmal können Sie Bandwurmbefall auch selbst erkennen, wenn Sie After und Kot Ihrer Katze genau unter die Lupe nehmen. Meist lässt sich das Problem bereits durch eine einmalige Behandlung mit einem entsprechenden Wurmmittel lösen.

 

                                              Kokzidien

 Kokzidien sind mikroskopisch kleine, einzellige Darmparasiten, die bei den damit befallenen Katzen zu schwerem, oft sogar blutigen Durchfall führen. Die Tiere leiden unter Heißhunger. Die Behandlung kann langwierig werden, da Kokzidien sehr widerstandsfähig sind. Die winzigen Plagegeister können der armen Katze sehr zusetzen.  Zum Glück können andere Katzen sich nur daran anstecken, wenn man das Katzenkästchen 24 Stunden lang nicht reinigt, und das wird wohl kaum jemand tun, der eine Katze mit schwerem Durchfall in der Wohnung hat. Kokzidien können mit Tabletten, heute auch bereits mit Spritzen behandelt werden. Bei allen Darmparasiten sind durchgreifende Hygienemaßnahmen oberstes Gebot. Die Katzentoilette muss mehrmals täglich mit kochend heißem Wasser gründlich geputzt werden, ebenso die Futterschälchen. Wechseln Sie immer wiederdie Textilunterlagen der Katzenplätzchen und kochen Sie sie aus. Putzen Sie die ganze Wohnung öfter und gründlicher als sonst, damit den Parasiten jede Lebensgrundlage entzogen wird.

 

                                       Äussere Parasiten 

 

                                  Haarlinge

 

                                                                                   Diese etwa 1,3 mm langen, gelblichen Insekten sind mit bloßem Auge im Fell zu entdecken, sie bewegen sich krabbelnd. Obwohl Haarlinge den Menschen nicht befallen. sollten sie bei der Katze bekämpft werden. Man wendet die gleichen Mittel und Maßnahmen an wie bei der Flohbekämpfung.




                                  Zecken



Gelegentlich kann die freilaufende Katze von Zecken befallen werden, die sich an ihr festbeißen und Blut saugen. Man findet sie oft am Kopf der Katze, aber auch auf den übrigen Körperpartien. Die bis erbsengroßen, grauglänzenden Gebilde werden mit einer Pinzette, die möglichst tief angesetzt wird, herausgezogen - ohne dass der in der Haut steckende Kopf abreißt, da es sonst zu Entzündungen kommt. Sie können statt einer Pinzette auch eine Zeckenzange benutzen. Zeckenöl und Zeckenzange sind im Zoofachhandel erhältlich.




                              Milben

Schließlich kann die Katze von verschiedenen Milbenarten (Räudeerreger) befallen werden. Die spezifischen Räudemilben dringen zum Teil bis in tiefe Hautschichten ein, bohren Gänge, vermehren sich durch Eiablage, dabei zerstören sie das Gewebe und rufen durch ihre Grabtätigkeit und ihre Ausscheidungen Entzündungsreaktionen hervor. Es entwickelt sich starker Juckreiz, es entstehen nässende, später borkige Hautstellen mit Haarausfall. Jeder Räudebefall muss wiederholt mit geeigneten Präparaten behandelt werden. Verhältnismäßig häufig sind Ohrmilben. Ein Befall äußert sich in Juckreiz und häufigem Kopfschütteln. Auch Schorfbildung kann ein Zeichen von Milbenbefall sein

 

                                                                                  Flöhe

Wie die meisten anderen Tiere kann auch die Katze gelegentlich - häufiger bei unhygienischen Verhältnissen - von blutsaugenden Flöhen heimgesucht werden. Die Larven der Flöhe fallen zu Boden, ernähren sich von Schmutzstoffen und können sich im Lager des Tieres oder in Bodenritzen entwickeln. Obwohl es einen speziellen Katzenfloh gibt, kann die Katze auch zeitweilig von Hundeflöhen oder anderen, beispielsweise Vogelflöhen, befallen werden. Zur Bekämpfung der schwärzlichen, 2 bis 5 mm langen Flöhe, die ihren Wirt im Sprung verlassen, stehen geeignete Wirkstoffe zur Verfügung, die in der Regel als Puder oder auch in Form eines Flohhalsbandes (beim Tierarzt erhältlich) verwendet werden. (Vorsicht mit dem Halsband bei freilaufenden Katzen; es ist möglich, dass sie mit dem Halsband irgendwo hängen bleiben!) Die vorhandenen Eier überleben bei der ersten Behandlung, deshalb muss mehrmals in wöchentlichen Abständen behandelt werden. Außerdem sind besondere hygienische Maßnahmen erforderlich: häufiges Erneuern des Tierlagers und gründliches Säubern der Räume. Zusätzlich hat sich das Aufstellen eines katzenverträglichen Ungezieferbekämpfungsmittels, zum Beispiel Vapona® Insektenstrip, sehr gut bewährt, es sollte aber nicht in Katzenwochenstuben verwendet werden. Viele Tiere, die schon länger von Flöhen befallen sind, entwickeln eine Allergie gegen Flohstiche; so kann es zu einem behandlungsbedürftigen Flohekzem kommen. Katzenflöhe, die den Menschen zwar befallen, aber sich dort weder längere Zeit halten noch vermehren können, werden bei gelegentlichem Überwechseln durch ihr Krabbeln und ihre stark juckenden Stiche ausgesprochen lästig.

 

Quellenangabe:

http://www.nordsternchens-katzen.de/Gesundheit/Parasiten.htm
 

Was sind Chlamydien?


Chlamydien sind Bakterien, die sowohl Menschen als auch Tiere befallen können. Bei 130 verschiedenen Vogelarten sind Chlamydien bereits aufgetreten, der Erreger kommt aber auch bei Säugetieren vor. So zeigten Untersuchungen in Deutschland, dass bereits 32% der untersuchten Katzen Antikörper gegen Chlamydia psittaci in sich trugen. Eine mit Chlamydien infizierte Katze muss aber nicht zwangsläufig erkranken – die Tiere dienen dann lediglich als Überträger. Chlamydien befallen dabei vorwiegend die Schleimhäute der Luftwege, als auch Atemwege und die Augen. Es handelt sich um sehr kleine Bakterien, die keinen eigenen Stoffwechsel haben. Sie können sich aus diesem Grund nur in Zellen höherer Organismen, wie z.B. der Katzen, vermehren. Die Erkrankung ist auch bekannt unter dem Namen ,,Papageienkrankheit". Sie wird durch die Einatmung von Kot übertragen, der Erreger beinhaltet, also z.B. durch die Ausscheidungen von Papageien oder Wellensittichen. Dabei müssen die übertragenden Tiere nicht selber erkrankt sein. Chlamydien findet man häufig bei jungen Tieren und in Zuchten.

 

Wie erkennt man Chlamydien?


Leider werden Chlamydien oft zu spät erkannt oder falsch diagnostiziert, weil sie mit anderen, harmlosen Krankheiten verwechselt werden. Nach einer Inkubationszeit von fünf bis zehn Tagen leidet die Katze bei Chlamydien unter einer meist einseitigen Bindehautentzündung und flüssigem, später auch dickem, Ausfluss am Auge, der eitern kann. Zeitgleich ist die Bindehaut des Auges geschwollen und rot. Nach ca. einer Woche beginnt meist auch das zweite Auge mit den gleichen Symptomen. Möglich ist auch der Ausbruch mit Fieber- hier werden dann die Luftwege der Katze befallen und das Tier atmet nur noch schwer oder ungleichmäßig. An Chlamydien erkrankte Katzen können Fieberschübe bis 40 °C haben, leiden zudem an Schnupfen, niesen und husten oft. Viele Tierhalter, aber auch manche Ärzte, verwechseln deshalb die Krankheit häufig mit Katzenschnupfen. Verläuft die Krankheit schwer, kann es auch zu einer Lungen- oder zu einer Bauchfellentzündung kommen. Erkennt man auch nur erste Anzeichen dieser Symptome bei der eigenen Katze, muss sofort gehandelt werden. Bei Tieren mit schwachem Immunsystem können Chlamydien innerhalb kürzester Zeit zum Tode führen.

 

Wie behandelt man Chlaymdien?


Die Behandlung ist sehr langwierig und kann bis zu sechs Monaten dauern. Der Tierarzt wird der Katze hochdosierte Antibiotika geben, außerdem Mittel, die das Immunsystem stärken. Gegen den Ausfluss erhält die Katzt Augensalbe und Nasensalbe. Geht man früh genug zum Tierarzt, sind die Heilungsaussichten gut. Wichtig ist, die Behandlung noch mindestens zwei Wochen nach Abklingen der Symptome weiter zu führen, da Chlamydien noch 50 Tage später nachweisbar sind. Es besteht auch dann noch immer eine Ansteckungsgefahr – bei mehreren Katzen ist also Vorsicht geboten. Wichtig ist, dass die Behandlung konsequent und so lange es der Tierarzt empfiehlt, durchgeführt wird.
Gegen Chlamydien gibt es mittlerweile auch einen Impfstoff, dieser bietet aber keinen hundertprozentigen Schutz. Dennoch sollte bei Katzenzüchtern oder Tierhaltern mit Vögeln und Katzen über eine Impfung der Tiere nachgedacht werden.

 

Welche Risiken bestehen für den Menschen?


Auch für den Menschen können Chlamydien gefährlich werden; es muss also auf jeden Fall ernst mit der Krankheit umgegangen werden. Äußerste Hygiene und Schutzmaßnahmen sind das A und O. Der Krankheitsverlauf beim Menschen ist nicht immer gleich – meistens beginnt er mit grippeähnlichen Symptomen wie Kopfschmerzen, Fieber und Mattigkeit, die sich zu einer Lungenentzündung entwickeln können. Erst nach etwa 5 Tagen verlangsamt sich dann der Herzschlag, und beim Röntgen der Lunge kann man den charakteristischen Chlamydien-Befund sehen. Weitere Symptome sind Schlaflosigkeit, Benommenheit und Unruhe. Nach ca. 3 Wochen kommt es normalweise zur Herzmuskelschädigung. Die Prognose für eine Heilung ist nicht gut.

 Quelle:

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